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Meniskusverletzung

Aufbau des Kniegelenkes

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Es ist ein Scharniergelenk. Bei gebeugtem Knie können wir außerdem den Unterschenkel nach außen und innen drehen.


Oberschenkel- und Schienbeinknochen bestimmen die Gelenkfunktion und tragen die Gewichtsbelastung. Sie passen allerdings mit ihren Gelenkflächen nicht aufeinander. Um dies auszugleichen haben wir „Knorpelscheiben“ im Gelenk, einen Innen- und einen Aussenmeniskus. Außerdem dienen die Menisci einer gleichmäßigen Druckbelastung, der Kraftübertragung und Stabilität.

Der Innenmeniskus sieht in der Flächenansicht c-förmig aus. Er ist mit der Gelenkkapsel und dem inneren Seitenband verbunden.
Der Aussenmeniskus ist nahezu ringförmig und nur mit der Kapsel verbunden.

Was versteht man unter einer Meniskusläsion?

Unter einer Meniskusläsion versteht man die Verletzung bzw. den Einriss einer der beiden Knorpelscheiben (Menisken).
Je nach Lokalisation der Verletzung im Meniskusgewebe unterscheiden wir z.B. folgende Rissformen:

  • Korbhenkelriss (Längsriss mit Verschiebung von Meniskusanteilen in das Gelenk)
  • Querriss (vom freien Rand bis zur Basis)
  • Lappenriss im Hinter- oder Vorderhorn (Kombination von Längs- und Querriss)
  • Horizontalriss (Einriss im Längsverlauf mit Bildung einer Ober- und Unterlippe)
  • Abriss der Meniskusbasis

 

Ursachen

Bei Bewegungen im Kniegelenk verformen und verschieben sich die Menisken auf dem Schienbeinkopf. Dabei ist der Außenmeniskus aufgrund andersartiger Befestigung in höherem Maße verschieblich als der Innenmeniskus. Er kann somit traumatischen (gewaltsamen) Einwirkungen besser ausweichen. Der Innenmeniskus dagegen ist fester mit seiner Umgebung verbunden und somit weniger beweglich, er ist demzufolge bei Verletzungen häufiger betroffen.

Rissentstehung:

  • 40% sind Folge indirekter Gewalteinwirkung wie bei einer Dreh- oder Sturzverletzung
  • 50% entstehen im Laufe des Lebens durch vermehrte Beanspruchung (degenerativ), betroffen sind z.B. Berufsfußballer, Bergleute, Gärtner und Fliesenleger
  • 8% entstehen durch Knochenbrüche bzw. direkte Gewalteinwirkung
  • 2% sind anlagebedingte Fehlformen des Meniskus (z.B. Scheibenmeniskus), Zystenbildung und Kalkeinlagerungen in den Meniskus (Chondrokalzinose)

 

Welche Symptome bestehen bei einer Meniskusverletzung?

Die Betroffenen klagen häufig über Schmerzen im Kniegelenkspalt. Bewegungen im Gelenk sind nur eingeschränkt möglich und werden als schmerzverstärkend empfunden.

Diagnosestellung durch den Arzt

Nach der Anamneseerhebung werden bei der klinischen Untersuchung spezielle Meniskustests durchgeführt, welche den Verdacht auf eine Meniskusläsion verdichten können.
Der Arzt prüft spezielle Meniskuszeichen z.B. nach Steinmann, Böhler und Payr, indem er in Streck-, Beuge- und Verdrehposition versucht, Oberschenkel- und Unterschenkelgelenkflächen aneinander zupressen. Dadurch kann eine Teileinklemmung des Meniskus erreicht werden, die von einer charakteristischen Schmerzsymptomatik begleitet wird.
Die Röntgenuntersuchung ist in der Regel unauffällig, bei chronischen Schäden (z.B. dauerhafte berufsbedingte Belastung der Menisken) lassen sich knöcherne Veränderungen finden.
Häufig wird heutzutage zur Absicherung eines Meniskusschadens eine Magnet-Resonanz-Tomographie durchgeführt.

Sie kann den Schaden quantifizieren und ggf. zusätzliche Verletzungen, wie Knorpelschäden, Kreuzbandläsionen etc. darstellen. Somit kann sich der Operateur im Falle einer notwendig werdenden Operation besser auf die anstehenden operativen Schritte einstellen.
Die Kniegelenksspiegelung dient der definitiven operativen Sanierung.

 

 

 

Konservative Therapie

Ziel der konservativen Therapie ist die Schmerzreduktion und Wiedererlangung der Beweglichkeit.
Da ein beschädigter Meniskus im gewissen Maße die Möglichkeit der „Heilung“ besitzt, kann prinzipiell unter bestimmten Vorraussetzungen ein konservativer Therapieversuch durchgeführt werden.
Die Behandlung umfasst die Gabe von Medikamenten, physikalischer Therapie, ferner ggf. den Einsatz von orthopädischen Hilfsmitteln (Kniegelenksbandage, Schuhzurichtung etc.).
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anwendung der Orthopädischen Trigon-Signal-Therapie und in der Laser-Therapie sowie der Akupunktur.
Falls es durch die oben genannten Maßnahmen zu keiner Besserung kommt, ist eine Kniegelenksspiegelung (Arthroskopie) in Betracht zu ziehen. Zunächst aber ist es Ziel einen operativen Eingriff zu verhindern, denn die Entfernung des Meniskus bzw. Teile des Meniskus können zu einer vorschnellen Arthrose des Gelenkes führen.

Operative Therapie

Bei der Arthroskopie wird das Knie durch einen kleinen Hautschnitt geöffnet, ein Stab, der eine Optik enthält, wird hineingebracht. Eine Kamera überträgt Bilder aus dem inneren des Gelenks auf einen Bildschirm. Sie können so auch falls keine Vollnarkose durchgeführt wird die Operation mitverfolgen.
Über einen zweiten Einstich kann ein Tasthaken eingeführt werden, um die Beschaffenheit des Knorpels, der Kreuzbänder und Menisken zu testen.
Auf diese Weise können weitere Instrumente in das Kniegelenk gebracht werden, um z.B. Meniskusanteile abzutragen oder zu vernähen. Man ist bei der Arthroskpie sehr darum bemüht, den Meniskus möglichst schonend zu resezieren um eine frühzeitige Arthrose zu vermeiden.